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 Presse + Anträge

 

Stellungnahme zum Schulentwicklungsplan

Gerhard Postel (gerhard) on 22.02.2015

Sehr geehrte Damen und Herren, 

der oben genannte Schulentwicklungsplan wurde vorab zur Beratung in den Fraktionen übermittelt. Wir überlassen Ihnen vorab die Stellungnahme der FWG-Fraktion zu dem von uns nur als Entwurf bezeichenbaren SEP.

 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

der oben genannte SEP wurde vorab zur Beratung in den Fraktionen übermittelt. Wir überlassen Ihnen vorab die Stellungnahme der FWG-Fraktion zu dem von uns nur als Entwurf bezeichenbaren SEP. 

Beim vorgelegten Schulentwicklungsplan sollten folgende Punkte überarbeitet werden: 

1.      Die Reduzierung der Klassenmesszahl wurde vom Land RLP ausgesetzt, im SEP ist die Reduzierung Prämisse und damit eine falsche Prognosegrundlage (S. 23 ,28, u.a.).

2.      Es fehlen Vergleiche mit vorangehenden Schulentwicklungsplänen der Kreisverwaltung; es wird um Ergänzung gebeten, um die Genauigkeit bzw. Abweichungen der dargelegten Prognosen zu belegen.

3.     Der SEP verwendet unterschiedliche  Zahlenquellen; zum einen Statistisches Landesamt, zum anderen  Einwohnermeldeamt, außerdem unterschiedliche Stichtage. Dadurch ergeben sich Abweichungen und massive Fehlerquellen. Besser wäre eine Abfrage direkt in den Schulen an einem einheitlichen Stichtag, z.B. 01.02. eines Jahres zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres. Ohne großen Verwaltungsaufwand könnte eine Person aus dem Kreis der Beschäftigten bzw. Planerhebern bei den Schulen die Schülerzahlen telefonisch abfragen

4.    S.7: Die BBS fehlt im Schulentwicklungsplan bis auf eine Erwähnung auf S.7 zahlenmäßig komplett

5.    S. 9: Wie wurden die Zahlen gewonnen? Wir fordern das Arbeiten mit in den Schulen erfragten, tatsächlichen Daten und dazu im Vergleich die Komplettdatensätze von den Einwohnermeldeämtern, damit die tatsächlichen Zahlen der Kinder festgestellt werden kann. Umzüge finden häufig in den Sommerferien statt.

6.    Ein Vergleich der vorgelegten Zahlen mit dem Kindertagesstätten-Bedarfsplan zeigt  eine Differenz (ein Plus an Kindern von 396 Kindern in der 1-4. Klasse) gemäß dem Auszug aus dem derzeit noch gültigen Kita-Bedarfsplan.

7.    S.12+13: Aussage der Planersteller wird als nicht richtig zurückgewiesen. Da jedoch im gleichen Zeitraum die Anzahl der schulpflichtigen Kinder um 17% zurückgegangen ist, sind mehr über zehnjährige Menschen in den Landkreis zugezogen. Hierzu möchten wir anmerken: Auch über zehnjährige Menschen sind in einem gewissen Maß in Deutschland schulpflichtig und gerade die Klientel (10-18 Jahre), die von diesem Schulentwicklungsplan besonders betroffen ist. Diese Aussage muss relativiert werden, insbesondere wenn man unseren obigen Punkt 3 berücksichtigt. Hierzu sollte zumindest die Zahl der geplanten Wohneinheiten im LK erwähnt werden.

8.    S. 13: Diese Aussagen sind regional sehr unterschiedlich zu bewerten. (Beispiel: 2010 wurde in Friedelsheim eine Kita gebaut, die laut Prognose nur viergruppig sein sollte, politisch dann nicht größer durchsetzbar war. Just ein Jahr später musste eine weitere Gruppe errichtet werden und die Einrichtung ist angesichts der anhaltenden Nachfrage auch  weiterhin voll.

9.    Ab S.14: Die Realschule plus als Nachfolgeschule der Hauptschule ist unter dem besonderen Aspekt des Standorterhaltes zu bewerten und zu beobachten. Damit solche Schulen dezentral vorgehalten werden können, müssen sie auch zweizügig eingeplant werden

10.  S.28. Es wird eine Aussage dazu vermisst, dass die ADD Parallellanmeldungen nicht mehr zulässt.

11.  S. 32-34: beide genannten IGSen sind Schwerpunktschulen. Die Rückschlüsse zur IGS Wachenheim/Deidesheim und Grünstadt müssen überarbeitet werden. Immer noch werden an beiden Schulen mehr Kinder angemeldet, als aufgenommen werden können.  Von insgesamt 3050 auspendelnden Schülern sind 734 Schüler, die an eine IGS auspendeln. Einpendelnde Schüler gibt es insgesamt nur 845, davon 67 die an eine IGS im Kreis einpendeln (dies bedeutet auch, dass die Aussagen zur IGS so nicht stehen bleiben können). Betroffen hiervon sind die Klassen 5-10. Im Landkreisbesteht nach den anmeldezahlen und Abweisungen von jungen Kreismenschen Bedarf für eine weitere IGS.

12.  S.41: Nur weil das Land eine Absicht hegt, muss sich das Schulwahlverhalten der Eltern nicht ändern. Die Schulwahl hat eher etwas mit Qualität, Schulprofil und Erreichbarkeit zu tun.

13.  S. 56: Es gibt einen alten Grundsatzbeschluss des Landkreises zur Weiterentwicklung seiner Schulen hin zu einem GZ–Angebot. Die Bedarfsermittlung hierzu kann nur durch den Kreis geschehen, da in erster Linie in den Grundschulen die  Jahrgänge 1-4 befragt werden müssen, um den Bedarf für ein entsprechendes Angebot nach einem Wechsel in SEK I zu ermitteln.

14.  S.57: Die Aussage zur Realschule Plus Lambrecht kann kaum als Entwicklungsvorschlag gesehen werden.

15.  Seiten 55-57: Die vorgeschlagenen Baumaßnahmen sind für den SchTrAu nicht nachvollziehbar. Es fehlendie Schulraumbestandsblätter, welche im früheren – extern erhobenen - SEPselbstverständlich zur Ermittlung der Bedarfsprognose erhoben wurden. Im alten SEP war jeder Raum an allen Schulen erfasst. Die Fortschreibung ist nachzuholen und in den SEP einzuarbeiten.

16.  S. 64: Wie stellt sich der Schulträger die Weiterentwicklung der Realschule Plus Lambrecht vor? Es werden keinerlei Vorschläge gemacht.

Informelle Nachfragen unsererseits bei der dortigen Schulleitung haben ergeben, dass eine Dreizügigkeit am dortigen Standort machbar wäre. Wir sind der Auffassung, dass eine IGS in Lambrecht den Standort aufwerten könnte und durchaus auch den Zuzug von Familien ins Tal fördern könnte.

17.  Wie äußert sich die Stadt Neustadtzu einer Kooperation (Zweckverband) bezogen auf die Einrichtung einer IGS in Lambrecht? Ist die Gründung eines Zweckverbands auch eine Option für NW? Es wird die Anforderung einer offiziellen Auskunft/Stellungnahme der Stadt NW an den LK DÜW zur Weiterleitung an den SchTrAuerbeten.

18.  Die Schulentwicklungspläne der an den LK DÜW angrenzenden Schulträger sollten dem Schulträgerausschuss zur Kenntnis gegeben werden. Insbesondere  im Hinblick auf eine Weiterentwicklung der Schule in Lambrecht ist hier die Stadt Neustadt gefordert.
Dort gibt es offenbar unterschiedliche Informationen - wie Mitglieder des Schulträgerausschusses Neustadt uns berichtet haben. NW habe überhaupt keinen aktuellen SEP. Die ADD habe geäußert, dass ohne einen für NW erarbeiteten SEP auch kein Zuschlag für eine IGS komme.

19.  Der vorgelegte  Schulentwicklungsplan lässt Zuwanderung völlig außer Acht, obwohl auch der LK DÜW davon in naher Zukunft stärker betroffen sein wird.

20.  Es ist zu erwarten, dass die Realschulen plus größtenteils die Zuwanderung in die regulären Klassen bewältigen müssen. Gibt es Überlegungen im LK DÜW, wie wir diesen Herausforderungen im Interesse aller schulpflichtigen Kinder gerecht werden können? Und ob und welche Unterstützung geleistet werden kann?

 

Wir regen eine Initiative beim Bildungsministerium an zur Erprobung und notwendigen Mittelbereitstellung  für die Einrichtung von jahrgangsübergreifenden Eingliederungs-klassen; der LK DÜW könnte als Schulträger Bereitschaft für die Mitarbeit in einem solchen Pilotprojekt in RLP signalisieren.

Wir bitten die Verwaltung zur Prüfung zu beauftragen, ob es Möglichkeiten für die Einrichtung von Schwerpunktklassen für junge Asylsuchende bzw. Zuwandererkinder in den Schulen des Schulträgers mit gezieltem Sprach- und Förderunterricht gibt – warum nicht richtungsweisend für Rheinland-Pfalz oder als Pilotprojekt in Kooperation mit dem Bildungsministerium? Die schulpflichtigen Neuankömmlingen werden in der Regel in die ihrem Alter entsprechenden Klassen eingestuft, egal ob sie die Sprache beherrschen oder vom Bildungsstand in diese Klassenstufe passen. Bayern hat solche Schwerpunktklassen verpflichtend eingeführt.

Aus der freundschaftlichen Verbindung zum LK Starnberg könnte von der Verwaltungauf kurzem Dienstweg durch die Verwaltung der KV DÜW das dortige Konzept und Erfahrung mit solchen Klassenerfragt werden und in einem ersten Schritt in der nächsten Sitzung dem Schulträgerausschuss präsentiert werden.

 

 

 

An der Sitzung des Schulträgerausschusses am Montag, 23.02.2015, wird das ordentliche Mitglied Hanns Gauch und das stellvertretende Mitglied Heike Ditrich für die FWG-Fraktion präsent sein, die Kritikpunkte vortragen, ggfls. Anträge stellen und abstimmen.

 

 

Freundliche Grüße

 

Gez. Heike Rung-Braun

Gez. Gerhard Postel

 

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